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Perücke richtig kämmen: So bleibt das Haar ohne Bruch geschmeidig
29. septembra 2026 · 6 Min. Lesezeit · Redakcia Beautimess

Eine Perücke richtig zu kämmen ist die einfachste Art, Haarbruch und Knoten zu vermeiden. Beginnen Sie immer an den Spitzen und arbeiten Sie sich langsam nach oben. Verwenden Sie einen breiten Kamm mit weiten Zinken und kämmen Sie Synthetikhaar im trockenen Zustand. Mit dieser Technik bleibt das Haar geschmeidig und die Frisur sitzt länger.
Warum das Kämmen von den Spitzen her beginnt
Wenn Sie oben ansetzen, zieht der Kamm die Knoten fest und die Spitzen brechen leichter. Beginnen Sie stattdessen am unteren Ende des Haares und lösen Sie Knoten Stück für Stück. Erst wenn der Kamm unten frei gleitet, arbeiten Sie sich Richtung Ansatz vor. So wird das Haar geschont und Sie vermeiden unnötigen Zug am Kopfnetz. Mit etwas Geduld dauert das nur wenige Minuten, und das Ergebnis ist deutlich gleichmäßiger.
Der richtige Kamm für Ihre Perücke
Ein breiter Kamm mit weiten Zinken ist für Perücken am besten geeignet. Er gleitet leicht durch das Haar und verfängt sich weniger. Enge Zinken oder harte Bürsten mit kleinen Borsten können das Haar hingegen aufrauen und Knoten verstärken. Verwenden Sie den Kamm nur sanft und ohne zu ziehen. Reinigen Sie den Kamm außerdem regelmäßig, damit sich keine Haarreste zwischen den Zinken festsetzen.
Hilfreich ist außerdem, die Perücke vor dem Kämmen auf einem stabilen Ständer zu fixieren. Machen Sie zwischen einzelnen Partien eine kurze Pause, dann verspannt sich das Haar weniger. So bleibt die Arbeit ruhig und gleichmäßig.
Schritt für Schritt richtig kämmen
Gehen Sie beim Kämmen immer gleich vor. Das spart Zeit und schont das Haar.
- Halten Sie die Perücke auf einem Ständer oder einem Kopfmodell fest. Sie sollte stabil stehen und nicht wackeln.
- Nehmen Sie eine kleine Strähne an den Spitzen und kämmen Sie sie langsam durch.
- Arbeiten Sie sich Schicht für Schicht Richtung Ansatz vor. Immer nur kleine Partien auf einmal.
- Lösen Sie Knoten zuerst mit den Fingern, bevor Sie den Kamm ansetzen.
- Kämmen Sie am Ende die Oberfläche glatt, damit die Frisur gleichmäßig fällt.
Verknotete Stellen lösen
Knoten entstehen oft am Nacken oder an den Seiten, wo das Haar beim Tragen reibt. Halten Sie den Knoten mit einer Hand fest, damit er nicht weiter zieht, und lösen Sie ihn mit der anderen Hand vorsichtig auf. Notfalls helfen ein paar Tropfen Pflegespülung bei Echthaar, aber niemals Gewalt.
Kämmen bei Synthetikhaar und Echthaar
Synthetikhaar kämmen Sie trocken. Feuchtes Kunsthaar kann sich leicht verheddern und die Form verlieren. Bei Echthaar darf das Kämmen auch im leicht feuchten Zustand erfolgen, besonders nach einer Pflegespülung. Auch dann beginnen Sie an den Spitzen und arbeiten nach oben. Wer das Kämmen zur festen Gewohnheit macht, merkt schnell den Unterschied. Das Haar bleibt weich, die Spitzen brechen seltener und die Frisur behält länger ihre Form.

Wie oft sollte man eine Perücke kämmen?
Kämmen Sie die Perücke am besten nach jedem Tragen kurz durch, damit sich keine Knoten festsetzen. Eine gründliche Pflege mit Waschen gehört dann in größeren Abständen dazu. Eine Anleitung dazu finden Sie in unserem Ratgeber zum Trocknen und Aufbewahren.
Pflegeroutine für den Alltag
Eine kurze Routine nach jedem Tragen verhindert, dass sich Knoten festsetzen. Legen Sie die Perücke auf einen Ständer und kämmen Sie sie kurz durch. Dauert das nur wenige Minuten, bleibt das Haar lange in gutem Zustand.
Morgens und abends
Am Morgen lohnt sich ein kurzes Durchkämmen vor dem Aufsetzen, damit die Frisur gleichmäßig fällt. Am Abend nehmen Sie die Perücke ab und lassen sie an der Luft abkühlen, bevor Sie sie ablegen. So sammelt sich weniger Staub im Haar.
Wann eine gründliche Pflege nötig ist
Eine gründliche Pflege mit Waschen ist sinnvoll, wenn sich das Haar trotz Kämmens verfilzt oder die Oberfläche stumpf wirkt. Achten Sie dabei auf den Zustand des Haares und nicht nur auf den Kalender.
Kämmen mit Gefühl
Der Kamm soll gleiten, nicht ziehen. Wenn Sie einen leichten Widerstand spüren, lösen Sie zuerst den Knoten mit den Fingern. Auch ein Tropfen Pflegespülung bei Echthaar kann helfen, das Haar weicher zu machen, bevor Sie weiterarbeiten.
Pony und Seitenpartien
Pony und Seitenpartien sind besonders empfindlich, weil sie häufig gebürstet werden. Kämmen Sie diese Bereiche mit kleinen, vorsichtigen Bewegungen und in Wuchsrichtung. Bei Ponys hilft es, sie zunächst mit den Fingern zu richten und danach erst mit dem Kamm nachzuarbeiten.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich eine Perücke mit einer normalen Haarbürste kämmen?
Eine normale Haarbürste mit dichten Borsten ist ungeeignet. Sie verfängt sich leichter im Haar und kann Knoten verstärken. Ein breiter Kamm mit weiten Zinken ist die bessere Wahl.
Warum brechen die Spitzen trotz Kämmens?
Häufig liegt es an zu starkem Zug oder daran, dass oben angefangen wurde. Kämmen Sie von den Spitzen her und lösen Sie Knoten mit den Fingern, bevor Sie den Kamm benutzen.
Darf ich Synthetikhaar mit einem Glätteisen nachbessern?
Davon raten wir ab. Hitze verformt Synthetikfasern dauerhaft. Glätten Sie das Haar nicht mit einem Glätteisen, sondern bringen Sie es durch vorsichtiges Kämmen und Formen in Ordnung.



